Cityhouse Immobilien GmbH

06.12.2018

Wohnungsbrand mit Schäden am Nachbarhaus

Mit seinem Urteil AZ V ZR 311/16 hat der Bundesgerichtshof entschieden, dass für Schäden, welche am Nachbarhaus entstehen unter Umständen der Eigentümer auch dann haftet, wenn der Schaden durch einen Handwerker und nicht von ihm persönlich verursacht wurde. Im vorliegenden Fall wurde das Flachdach eines Wohnhauses durch einen Dachdecker repariert. Im Zuge der Heißklebearbeiten brannte nicht nur das Haus ab, sondern auch am nebenliegenden Gebäude entstand ein erheblicher Schaden. Der Schaden am Nachbarhaus wurde seitens der Versicherung an den Nachbarn ausgeglichen, allerdings forderte die Versicherung die Schadenssumme vom Eigentümer des abgebrannten Hauses zurück. Dem Anspruch wurde mit Verweis auf § 1004 des Bürgerlichen Gesetzbuchs stattgegeben. § 1004 BGB spricht Hauseigentümern bei Beeinträchtigung einen Beseitigungs- und Unterlassungsanspruch zu. Haftbar zu machen ist der „Störer“, der die Beeinträchtigung ausgelöst hat; im vorliegenden Fall, obwohl die Schuld nicht bei ihm lag, der Eigentümer, des abgebrannten Hauses, welcher den Dachdecker beauftragt hat.

Wohnungsbrand, Hauseigentümer, Guter Immobilienmakler Köln

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