Cityhouse Immobilien GmbH

09.10.2018
Keine unbegrenzte Haftung des Vermieters bei Verletzungen des Mieters

Im vorliegenden Fall meldete die Mieterin dem Vermieter die Schwergängigkeit eines Rollos im Wohnzimmer. Seitens des Vermieters erfolgte keine Reparatur. Nach etwa 14 Tagen kam es zum Treppensturz der Mieterin. Bei Nutzung der Treppe von der Terrasse in den Garten sei das Rollo heruntergekommen, so dass sie aufgrund des Schocks auf das Handgelenk gestürzt sei. Argument der Mieterin bei ihrer Schadensersatzklage auf 52.000 € sowie Schmerzensgeld i. H. v. 10.000 € sei die Pflichtverletzung des Vermieters, der das beanstandete Rollo nicht sofort repariert habe. Mit Urteil des LG Nürnberg-Fürth mit Urteil v. 18.6.2018, 7 S 5872/17 verneint das Gericht die Haftung des Vermieters. Zur Begründung führt das Gericht aus, dass ein Kausalzusammenhang zwischen dem Mietsachenmängel und der Verletzung vorliegen muss. Das herunterkommende Rollo sei nicht unmittelbar Verursacher der Verletzung der Mieterin gewesen sondern der Schreck durch das Geräusch beim Aufprall des Rollos, sei Auslöser des Schrecks und des Sturzes gewesen. Dies gehöre zum Lebensrisiko und sei nicht adäquat mit dem defekten Rollo verbunden. Lediglich wenn die Mieterin direkt unter dem herabstürzenden Rollo gestanden hätte und sei es aufgrund dessen zur Berührung und anschließendem Sturz gekommen, hätte die Sache anders beurteilt werden können. (LG Nürnberg-Fürth, Urteil v. 18.6.2018, 7 S 5872/17)

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